O heiliger Bürokratius! Frau starb zu früh!
abgelegt im Archiv Kurioses am 06.08.08
Was ein blinder Alarm ist, wissen wir wohl alle. Ein rettungswagen rückt aus, obwohl kein Anlaß gegeben ist. Der Verursacher zahlt stets. Ein Ehemann pflegte seine gelähmte stumme Ehefrau. Am 26. März 2007 erlitt sie einen Herzanfall. Er alamierte sofort den Rettungsdienst. Als die Sanitäter ins Haus kamen, verstarb sie.
Und hier setzt auf schmerzliche Weise der Bürokratismus der örtlichen Krankenversicherung ein, die ohne Zögern die Rechnung für den Leichenwagen beglich, jedoch für den Einsatz des Rettungswagens 124,90 Euro vom Ehemann einforderte. Liebe Leser, hätten Sie als Sachbearbeiter der Krankenkasse den Betrag übernommen?
Man stelle sich vor, die Frau sei beim Transport aus dem Bett in den Rettungswagen gestorben. Wäre es dann kein blinder Alarm gewesen? Angenommen, sie sei während der Fahrt gestorben. Hätte der Fahrer eine Notbremsung vollzogen und sofort einen Leichenwagen alarmiert? usw. usf.
Meine Meinung dazu: Das Verhalten des Sachbearbeiters ist peinlich, unsensibel und taktlos. Selbst ein Brief und ein Anruf eines Stadtverordneten der Stadt Bonn bewirkte bis zum 4. August 2008 (noch) nichts.
Hans Kolpak
versicherungsintern
Permalink: O heiliger Bürokratius! Frau starb zu früh!
Tags: Krankenversicherung Todesfall Rettungswagen Leichenwagen
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Wong
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