Lebensversicherungen: Lieber verkaufen statt kündigen

Arbeitslosigkeit, Scheidung, kauf eines Eigenheims: Es gibt viele Gründe, eine Lebensversicherung vorzeitig zu kündigen. Mit beinahe jeder zweiten Police in Deutschland geschieht das. Doch den Versicherungsnehmern entsteht dadurch im Schnitt ein Verlust von rund 3.360 Euro, wie die Verbraucherzentrale (VZ) in Hamburg errechnete. Denn die Versicherungen zahlen nicht die gesamten, bisher eingezahlten Beiträge zurück, sondern nur einen so genannten Rückkaufswert. Und der ist um so niedriger, je jünger der Vertrag ist.
Die Alternative: Policen bei www.cashlife.de, www.cfi-fairpay.de oder www.barwert.de zu verkaufen. Da sind 5 bis 15 Prozent mehr als bei einer Rückgabe an die Versicherung drin. Wer übrigens nicht sofort Geld braucht, sondern nur die Prämie nicht mehr zahlen kann, fährt mit einer Beitragsfreistellung oft besser. Aber auch diejenigen, die ihre Police schon gekündigt haben, können vielleicht noch einen Nachschlag erhalten. "Verbraucher sollten prüfen lassen, "ob der Rückkaufswert korrekt ausgezahlt, kein Stornoabschlag einbehalten und die jüngste Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs berücksichtigt wurde", sagt Finanzexpertin Edda Castelló von der VZ Hamburg.
Nach einem Urteil des Landgerichts München I muss ein Unternehmen erläutern, wie es zu dem Rückkaufswert kommt. Dabei muss die Versicherung ihren Kunden genau vorrechnen, was sie bei Ermittlung des Wertes vor allem an Abschluss- und Stornokosten von ihren Beiträgen abgezogen hat (Aktenzeichen.: 31 S 8182/06).