Goldene Glaspaläste für die Versicherungswirtschaft
Es ist fast schon peinlich, doch eindrucksvoll, was Propaganda bewirkt, und wie Versicherungs-Lobbyisten sich sogar über die EU-Kommision erheben, um den Deutschen Bundestag an die Wand zu drücken. Das will schon was heißen. Das wagt nicht einmal Angela Merkel. Worum geht es? Wir verpulvern jährlich mindestens 20 Milliarden Euro zuviel für unsere Versicherungsverträge. Das sind pro Einwohner rund 20 Euro monatlich. Was ist hieran diskussionswürdig?
Der Bundesverband der Versicherungsberater e.V. ist mit seiner Pressemitteilung vom 19. Februar 2008 nicht gerade zimperlich und auch nicht auf den Kopf gefallen, denn er trifft den NAGEL auf den Kopf. Zitat: "Pro Haushalt könnten die Bundesbürger jedes Jahr im Durchschnitt rund 400 Euro sparen, die sie für falschen, unsinnigen oder zu teuren Versicherungsschutz ausgeben." und "Der BVVB schätzt, dass Unternehmen ihre Kosten für die Absicherung von Risiken branchenübergreifend um 30 Prozent reduzieren könnten, ohne nachher schlechter abgesichert dazustehen als heute."
Es geht also um zweierlei: Die Provisionen für Makler und Vertreter werden nicht offengelegt, obwohl die EU-Kommision diese Transparenz fordert. Gleiche Risiken werden unterschiedlich teuer versichert. Als ich nebenberuflicher Vertreter war, habe ich mit der Frage geworben: "Sind Sie richtig versichert?". Ich wäre sinnvollerweise besser Versicherungsberater geworden, doch 1987 wandte ich meine Aufmerksamkeit immer mehr der Computerei zu.
Link zur pdf-Datei der Pressemitteilung vom 19.2.2008 (BVVB), die sich in einem neuen Browserfenster öffnet. Bitte berücksichtigen Sie die Ladezeit.
Hans Kolpak
versicherungsintern

Oktober 7th, 2009 at 05:09
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