Versicherung

Gesetzliche Unfallversicherung: Etikettenschwindel Solidargemeinschaft

abgelegt im Archiv Unfallversicherung am 03.09.08

Mag sein, daß Deutschland eine weltweite Spitzenstellung einnimmt: "Heute zählt das deutsche Sozialsystem zu den leistungsfähigsten der Welt." Eine Solidargemeinschaft, die auf bürokratischem Weg Menschen ins Abseits stellt, verfehlt die Bedeutung des Wortes Solidarität. Warum überhaupt gibt es noch private Unfallversicherungen? Warum sind die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung unzureichend oder bleiben gänzlich aus? Mit welchem Recht werden Bürger in ihrer Lebensführung gegängelt, um den Versicherungsschutz zu genießen?

Ein System, das allen Bürgern in allen Lebensbereichen dient, kostet nur den Bruchteil der jetzigen Lösung. Bei hohen Kosten könnten Gerichte klären, ob ein verletzter Bürger weniger Leistungen erhält. Die prinzipiellen Vorteile einfacher Gesellschaftsmodelle erläutere ich auf einfacheSteuer.de.

Vergleichen Sie den Pressetext zur Wanderausstellung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales "In die Zukunft gedacht - Bilder und Dokumente zur Deutschen Sozialgeschichte" mit dem Aufsatz von Rainer Hank, Die Entmündigung - Wie der Staat seine Bürger korrumpiert:
Jegliche Kritik daran wird als unsozial geächtet, heute mehr als noch vor fünf Jahren. Wer im Namen der Freiheit die korrumpierende Funktion des Wohlfahrtsstaates beklagt, wird im Namen der Moral an den Rand der Gesellschaft verbannt. Das Pathos der Aufklärung wird als Stimme der Reaktion geächtet.
Sind Sie jetzt noch genauso überzeugt, wie "sozial" es angeblich ist, Bürger ihrer Verantwortungsfähigkeit zu berauben und sie durch komplizierte Regelungen zu entmündigen? Das Leben besteht aus Hunderten von Verboten, weil sonst kein Versicherungschutz besteht. Leben wir hier in einem Kindergarten oder in einer freiheitlich demokratischen Grundordnung?

Der Sozialstaat des Otto von Bismarck war am Anfang nur eine Regierungsvorgabe. Im Laufe von Jahrzehnten jedoch wurde sie von Bürgern und Interessengruppen bereitwillig aufgegriffen und umgesetzt. Heute ist sozialstaatliches Denken so sehr verinnerlicht, daß sich kaum jemand etwas anderes vorstellen mag. Unfallverhütung findet in uns statt. Erleiden wir trotzdem einen Unfall, dann sollten wir uns die Verwaltung des Unfalls nicht aus der Hand reißen lassen. Es ist UNSER Leben und UNSERE Gesundheit.

Um ein verantwortungsbewußter Bürger zu sein, brauchen Sie kein Nörgler und Besserwisser zu sein. Ein wenig Bewußtsein für die Gründe Ihrer Entscheidungen ist bereits eine gute Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben. Niemand braucht sich davor zu ängstigen, daß Sie zum Rebellen werden oder als Unruhestifter die Grundfesten unserer Gesellschaft erschüttern. Aber ein Leben mit weniger Bürokratie ist immer lebenswert, oder?

Hans Kolpak
versicherungsintern

Permalink: Gesetzliche Unfallversicherung: Etikettenschwindel Solidargemeinschaft

Tags: Solidargemeinschaft  Sozialgesetz  Unfallversicherung 

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