Versicherung

Es ist nicht alles Gold, was versichert wird

abgelegt im Archiv Versager am 15.01.08

Es ist nicht alles Gold, was versichert wird
Es gibt Leute in dieser großen, weiten Versicherungswelt, die wollen uns was Gutes tun. Einer davon nennt sich Franke & bornberg. Gelegentlich schaut sich diese Firma Tarife an. Eine wenig schöne Arbeit, aber einer muss sie ja tun. Gerade haben diese uns wohl gesonnten Herren und Damen aus Hannover die ersten 400 Renten- und Berufsunfähigkeitstarife analysiert und bewertet. Ihr Fazit: "Es ist nicht alles Gold, was glänzt." Darauf wären vielleicht auch ohne sie gekommen, aber es tut doch gut, dies auch von einem Experten bestätigt zu bekommen. Was glänzt denn nicht? "Vielen neuen Tarifen, die jetzt von den Versicherern entsprechend der neuen Gesetze auf den Markt gebracht wurden, mangelt es an elementaren Qualitäten - mit Gefahren für den Verbraucher."



Und mehr noch! Weil es so interessant ist, zitiere ich einfach mal deren Pressemitteilung:

"Bei vielen Tarifen ist zum Beispiel der Schutz vor einer unverschuldeten Verletzung der Anzeigepflicht nicht mehr zu finden", berichtet Michael Franke, geschäftsführender Gesellschafter bei Franke & Bornberg. Im Klartext: Sollte der Versicherte beispielsweise Krankheiten nicht angegeben haben, von denen er nichts wusste, könnte das im Extremfall zur Kündigung des Vertrages führen. Auch die Regelungen zur zeitlichen Befristung von Leistungen fielen teilweise unter die bereits erreichte Qualität der Tarifgeneration 2007 zurück, so Franke: "Einige Versicherer stufen ihre Bedingungen auf die vergleichsweise lockeren Bestimmungen des VVG ab und zielen damit möglicherweise auf eine breite Anwendungsmöglichkeit dieser eigentlich für Härtefälle gedachten Regelung."

Beispiel Rentenversicherung: Hier mangelt es vielen Tarifen an der nötigen Flexibilität und Sicherheit, die eigentlich durch das neue Gesetz sichergestellt werden sollte. So bieten nach wie vor etliche Tarife nur geringe Rückkaufwerte, was dem Verbraucher letztlich Handlungsspielräume nimmt. Außerdem geben viele neue Tarife dem Versicherten kaum Möglichkeiten, bei Zahlungsschwierigkeiten flexibel zu reagieren oder bei Liquiditätsengpässen über das eigene Kapital zu verfügen. "Natürlich hat die VVG-Reform an vielen Stellen die gewünschten Verbesserungen gebracht", bilanziert Franke, "doch manchen neuen Produkten mangelt es schlichtweg an der Qualität, sie bergen damit Gefahren für die Altersversorgung. Das müssen Vermittler wissen, wenn sie ihren Kunden transparent und ehrlich beraten wollen."


Wer nun noch nicht die Nase voll hat, kann sich auf der Internetseite des Unternehmens näher informieren.

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Tags: Berufsunfähigkeit  Rentenversicherung 

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