Der Etikettenschwindel um die Finanzkrise tangiert die Versicherungswirtschaft nicht
abgelegt im Archiv Kapitalmarkt am 05.06.09

© MarkusramVöllig zu Recht kritisiert Frank Wiebe vom Handelsblatt das "Märchen von der Gier", das landauf landab in Verbindung der der weltweiten Finanzkrise leichtfertig und unbedacht kolportiert wird. Denn die Spatzen, welche diese Mär von den Dächern pfeifen, übersehen in ihrer blinden Wut wachsende Widerstände von Bürgern, die es satt sind, durch primitive Propaganda hinters Licht geführt zu werden. Ich bin gespannt auf den Wahltag am 7. Juni 2009. Die FDP werden ich jedenfalls nicht mehr wählen und die 'Partei der Vernunft' tritt noch nicht an. Sie wurde erst am 30. Mai 2009 in Hambach gegründet. Das Hambacher Fest hatte seinen 177.igsten Jahrestag. Erst vor einigen Tagen wurde ich auf die Violetten aufmerksam, obwohl die schon seit 2001 als Partei existieren. Mit den Freien Wählern positioniert sich eine dritte Kraft, die darauf verzichtet, sich auf ein Spezialthema zu reduzieren.
Doch zurück zum Handelsblatt! Frank Wiebe: "Die Wirtschaftshistoriker haben dazu wahrscheinlich mehr zu sagen als die Ökonomen. Denn deren Modelle funktionieren ja meist nur so lange, wie die Märkte funktionieren."
Die Unverfrorenheit, mit der im Bankensektor mit ungedeckten Werten gehandelt wird, ist kriminell. Blickt nicht der Gesetzgeber von einem extrem hohen Schuldenberg auf das wählende Volk herab? Nach welcher Kontrollinstanz sollen wir denn rufen? Beispiel: Island. Es gibt keine! Versicherer und Rückversicherer, die eng mit dem Finanzmärkten verflochten sind, kennen keine Narrenfreiheiten dieser Art.
Oliver Knittel, IT-Consultant für die Versicherungswirtschaft: 'Die Versicherungsgesellschaften haben nicht gezockt. Daher können sie ordentliche Zahlen vorlegen.' Zitatende. Wenn Versicherungsgesellschaften und Rückversicherer durch extrem große Versicherungsschäden zahlungsunfähig werden, eilt die Gemeinschaft der betroffenen Staaten unterstützend herbei. Doch die Finanzkrise ist kein Bombenattentat und keine Naturkatastrophe, sondern eine endlose Reihe von Straftaten.
Doch welcher Eindruck entsteht bei steuerzahlenden Bürgern, wenn die Folgen kriminellen Handelns durch Staatshilfen abgefedert werden? Was vor unseren Augen geschieht, provoziert und demoralisiert. Die Folgen eines Werteverfalls sind nicht absehbar. Er ist vergleichbar mit dem Vertrauensverlust nach einem Krieg und nach einer Währungsreform. Aber der Krug geht zum Brunnen, bis er bricht. Oder, etwas derber formuliert: Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt, wie es ist.
Es gibt einen vom wdr produzierten Film: "Die wundersame Geldvermehrung". 'Banken können Geld vermehren. Wie das funktioniert, zeigt das "Spiel des Geldes". Anfangs gibt es für die drei Teilnehmer nur eine Münze. Doch mit der Bank kommt Bewegung ins Spiel, denn diese verleiht Geld an die Spieler.'
Das Schneeballsystem ist entlarvt.
Hans Kolpak
versicherungsintern

© Markusram
Tags: Schneeballsystem Versicherungswirtschaft Banken Finanzkrise
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Wong
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