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Neues aus der Branche
von Hans Kolpak am 01.09.08
Die Allianz zieht sich aus dem Bankgeschäft zurück und verkauft ihre Dresdner-Bank-Aktien an die Commerzbank, so daß diese Mehrheitseigner wird. Die Grundsatzfrage bleibt: Sollten Versicherungsgesellschaften sich überhaupt am Kapitalmarkt engagieren? Welchen Unterschied macht es, Kapital anzulegen oder selbst Anbieter für Kapitalanlagen zu sein?
Als ich Mitte der Achtziger Jahre begann, Versicherungen bewußt wahrzunehmen, weil ich nebenberuflich Verträge vermittelte, stachen mir die Kapitalverträge der Gesellschaften ins Auge. Gleichzeitig legen die Gesellschaften die eingenommenen Spareinlagen zu einem großen Teil in den klassischen Anlagemärkten an, die sich langfristig bewährt haben.
Damit diversifizieren sie weg vom Risikogeschäft zum Anlagegeschäft. Gewiß wird dadurch das Kapitalrisiko deutlich gemindert und die Kosten für Rückversicherer reduziert. Auch kann eine Diversifikation vorübergehende Flauten im Geschäft auffangen. Doch das Knowhow von Mitarbeitern und Geschäftsführung wird gestreut, wenn kleine Gesellschaften diversifizieren, sich also in anderen Branchen und auf anderen Märkten engagieren. Doch auch große Konzerne wie die Allianz können scheitern.
Relativ risikolos sind Kooperationsverträge, weil hierbei die Kompetenz, die Aufbau- und die Ablauforganisation der Kooperationspartner genutzt wird, während die Kundenbindung erhalten bleibt. Doch so richtig schlau sind alle immer erst hinterher. So auch die Allianz Versicherungen, die im Bankgeschäft wachsende Verluste einfuhren, obwohl die Dresdner Bank ein namhaftes Geldinstitut ist.
Doch der Markt entwickelt sich stets weiter und jetzt wird wahrscheinlich sogar die Marke "Dresdner Bank" aufgegeben und das Geschäft von der Commerzbank weitergepflegt. Die Fakten aus der Pressemitteilung vom 31. August 2008 sind in dem Wikipedia-Artikel bereits eingefügt.
Hans Kolpak
versicherungsintern
Als ich Mitte der Achtziger Jahre begann, Versicherungen bewußt wahrzunehmen, weil ich nebenberuflich Verträge vermittelte, stachen mir die Kapitalverträge der Gesellschaften ins Auge. Gleichzeitig legen die Gesellschaften die eingenommenen Spareinlagen zu einem großen Teil in den klassischen Anlagemärkten an, die sich langfristig bewährt haben.
Damit diversifizieren sie weg vom Risikogeschäft zum Anlagegeschäft. Gewiß wird dadurch das Kapitalrisiko deutlich gemindert und die Kosten für Rückversicherer reduziert. Auch kann eine Diversifikation vorübergehende Flauten im Geschäft auffangen. Doch das Knowhow von Mitarbeitern und Geschäftsführung wird gestreut, wenn kleine Gesellschaften diversifizieren, sich also in anderen Branchen und auf anderen Märkten engagieren. Doch auch große Konzerne wie die Allianz können scheitern.
Relativ risikolos sind Kooperationsverträge, weil hierbei die Kompetenz, die Aufbau- und die Ablauforganisation der Kooperationspartner genutzt wird, während die Kundenbindung erhalten bleibt. Doch so richtig schlau sind alle immer erst hinterher. So auch die Allianz Versicherungen, die im Bankgeschäft wachsende Verluste einfuhren, obwohl die Dresdner Bank ein namhaftes Geldinstitut ist.
Doch der Markt entwickelt sich stets weiter und jetzt wird wahrscheinlich sogar die Marke "Dresdner Bank" aufgegeben und das Geschäft von der Commerzbank weitergepflegt. Die Fakten aus der Pressemitteilung vom 31. August 2008 sind in dem Wikipedia-Artikel bereits eingefügt.
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Wong
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