18- bis 24-Jährige sind Risikogruppe, Senioren nicht!

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Es ist schwer zu rekonstruieren, wer das Märchen in die Welt gesetzt hat, Senioren seien eine Gefahr für den Straßenverkehr. Dabei sind es vorzugsweise junge Leute von 18 bis 24 Jahren, die sich mit großer Begeisterung um Bäume wickeln oder sich abseits der Straßen überschlagen, bis sie liegenbleiben.
Die Allianz-Versicherung veröffentlichte am 27. Oktober erste Zahlen aus einer Untersuchung, die im Februar vollständig veröffentlicht wird. Was offenbaren die Zahlen?
Der Leiter Unfallforschung der Versicherer vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V., Siegfried Brockmann, bestätigt die Ergebnisse: "Im Gegensatz zum Medienbild sind Senioren zumindest bis zum 75. Lebensjahr als Autofahrer keine Risikogruppe."
Nicht als Verursacher, sondern als verletzte Fußgänger und Radfahrer tauchen sie häufiger in der Statistik auf als andere Altersgruppen. Die Gründe liegen in ihrem bedachtsamen Verhalten und darin, daß sie gefährliche Verkehrssituation meiden, wie zum Beispiel widrige Wetterverhältnisse und Nachtfahrten.
Mir ist schleierhaft, warum älterte Menschen verunglimpft werden. Am Jugendwahn wird es vermutlich nicht liegen, eher daran, daß sich mit kostenpflichtigen Fahrtüchtigkeitsuntersuchungen Geld verdienen läßt. Wer untersucht das leichtfertige und fahrlässige Verhalten junger Menschen, die ein Vielfaches an Unfällen verursachen?
Hans Kolpak
versicherungsintern